Mentales Training - Selbstgesprächsregulation
Häufig wird ein Wettkampf verloren, oder zumindest nicht optimal absolviert, weil der innere Dialog zu negativ geführt wird. „Ich habe heute einfach keinen guten Tag“, „Ich finde auf dem Rad keinen Rhythmus“, oder „Meine Beine sind beim Laufen heute schwer wie Blei“, sind typische negative Dialoge während eines Ausdauerwettkampfs. Kippen die Selbstgespräche in einen negativen Dialog und sind sie gekennzeichnet von Ratlosigkeit und Zweifeln, so bahnt bzw. programmiert man den Misserfolg und blockiert das Ausnutzen seiner Stärken.
Stattdessen sollte versucht werden typische negative Selbstgespräche in positive Botschaften umzuwandeln. Als Trainingsmaßnahme eignet sich das Erstellen einer Liste, bei der zunächst die häufig verwendeten negativen Dialoge auf der linken Seite notiert werden und diese später auf der rechten Seite durch positive Botschaften und optimistische Aussagen ersetzt werden.
Literatur:
Beckmann, J. & Elbe A.-M. (2011). Praxis der Sportpsychologie. Mentales Training im Wettkampf- und Leistungssport. Balingen: Spitta.
Stoll, O., Pfeffer, I. & Alfermann, D. (2010). Lehrbuch Sportpsychologie. Bern: Huber.
Stoll, O. (1995). Stressbewältigung im Langstreckenlauf. Bonn: Holos.
Stoll, O. & Rolle, J. (1997). Persönlichkeitsprofile und habituelle Stressbewältigung von Ultralangstreckenläufern. Sportwissenschaft., 27 (2), 161-172.
Maßnahmen zur Verbesserung kognitiver Leistungen
Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass sich Sport und regelmäßige körperliche Bewegung positiv auf die Psyche auswirken. Neuere Untersuchungen konnten zudem einen positiven Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und kognitiver Leistungsfähigkeit feststellen. Körperliches Training hat deutliche positive Effekte auf kognitive Leistungen im Alter, unabhängig von Bildung und Gesundheitszustand. Vor allem regelmäßiges Ausdauertraining wirkt sich positiv aus. Positive Auswirkungen konnten vor allem auf die fluide Intelligenz- und Gedächtnisleistungen nachgewiesen werden. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass sich körperliche Aktivitäten in der Jugend positiv auf das Risiko von Alzheimer auswirken kann. Aber auch, dass Sporttreiben im Alter das Nachlassen der Denkfähigkeit besonders bei Demenz aufschieben kann.
Literatur:
Colcombe, S. J., Erickson, K. I., Raz, N., Webb, A. G., Cohen, N. J., McAuley, E. & Kramer, A. F. (2003). Aerobic fitness reduces brain tissue loss in aging humans. Journal of Gerontology: Medical Sciences, 58, 176-180.
Colcombe, S. J., Erickson, K. I., Scalf, P. E., Kim, J. S., Prakash, R., McAuley, E., Elavsky, S., Marquez, D. X., Hu, L. & Kramer, A. F. (2006). Aerobic Exercise Training In-creases Brain Volume in Aging Humans. The Journals of Gerontology: Series A: Bio-logical Sciences and Medical Sciences, 61A(11), 1166-1170.
Colcombe, S. & Kramer, A. F. (2003). Fitness effects on cognitive function of older adults: A meta-analytic-study. Psychological Science, 14 (2), 125-130.
Colcombe, S. J., Kramer, A. F., Erickson, K. I., Scalf, P., McAuley, E., Cohen, N. J., Webb, A., Jerome, G. J., Marquez, D. X. & Elavsky, S. (2004). Cardiovascular fitness, corti-cal plasticity, and aging. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 101, 3316-3321.
Tomporowski, P. D. (2006). Physical activity, cognition, and aging: A review of reviews. In L. W. Poon, W. J. Chodzko-Zajko & P. D. Tomporowski (Hrsg.), Active living, cogni-tive functioning, and aging (S. 15-32). Champaign, IL: Human Kinetics.
Tomporowski, P. D., Cureton, K., Armstrong, L. E., Kane, G. M., Sparling, P. B. & Millard-Stafford, M. (2005). Short-term effects of aerobic exercise on executive processes and emotional reactivity. International Journal of Sport and Exercise Psychology, 3 (2), 131-146.
Tomporowski, P. D., Davis, C. L., Miller, P. H. & Naglieri, J. A. (2008). Exercise and Chil-dren’s Intelligence, Cognition, and Academic Achievement. Educational Psychologi-cal Review, 20, 111-131.
Tomporowski, P. D. & Ganio, M. S. (2006). Short-term effects of aerobic exercise on execu-tive processing, memory, and emotional reactivity. International Journal of Sport and Exercise Psychology, 4(1), 57-72.
Yaffe, K., Barnes, D., Nevitt, M., Lui, L. Y., Covinsky, K. (2001). A prospective study of physical activity and cognitive decline in elderly women. Archives of Internal Medi-cine, 161, 1703-1708.
Rückenschmerz und Stress
Häufige und anhaltende Belastungen im beruflichen und/oder privaten Alltag (Stress) zählen zu den wichtigsten Ursachen für die Entstehung sowie die Chronifizierung von Rückenschmerz (Burton et al. 2004)
Motivation
"Die Motivation ist wie ein Deo. Du musst es immer wieder auftragen, sonst verschwindet es.“
(Argentiniens 47-jähriger Rodler Rubén González, der bei seiner vierten Olympiateilnahme den letzten Platz belegte)
Spaß & Freude
Der Hauptbeweggrund für ein regelmäßiges Sporttreiben ist "Spaß haben", so ging aus einer amerikanischen Studie (FINE & SACHS, 1997) hervor. Demzufolge sollte bei der Wahl einer Ausgleichssportart zum bewegungsarmen Alltag nicht der gesundheitliche Nutzen oder andere Kriterien maßgeblich entscheiden ob man einer sportlichen Aktivität regelmäßig nachgeht, sonder viel mehr der Spaßfaktor den man dabei empfindet.
Literatur:
FINE, A. H. & SACHS, M. L. (1997). The total sports experience for kids. South Bend, IN: Diamond.
Motivationale Aspekte im Triathlon
Zum Thema Motivation führte ich 2005 eine Fragebogenanalyse beim Ironman Hawaii durch. Mit Hilfe dieser Daten schrieb ich meine Diplomarbeit zur Erlangung des akademischen Titels: Dipl. Sportwissenschaftler. Aus der Diplomarbeit mit dem Titel: „Motivationale Aspekte im Triathlon“ gingen unter anderem folgende Ergebnisse hervor:
Zunächst wurden die Teilnehmer zu allgemeinen Aspekten des Triathlon befragt. Die Top-3-Motive der Triathleten waren:‚Triathlon betreibe ich, um Spaß und Freude zu haben’‚Triathlon betreibe ich, um den ganzen Körper trainieren zu können’ Triathlon betreibe ich, um mich fit und gesund zu halten’.
Bei der spezifischen Einstellung zur Teilnahme am IRONMAN Hawaii wurde ersichtlich, dass es für die Triathleten ein ganz besonderer Wettkampf ist. Die Top-3 Motive der Gesamtgruppe sind hierfür:‚Ich nehme am IRONMAN Hawaii teil, weil es für mich ein ganz besonderer Wettkampf ist ’‚Ich nehme am IRONMAN Hawaii teil, weil es der wichtigste Wettkampf für Triathleten im Jahr ist’‚Ich nehme am IRONMAN Hawaii teil, weil ich die besondere Atmosphäre mag’.
Die Top-3 der kritischen Situationen während des Swim der Gesamtgruppe sind:‚Magenkrämpfe’‚Muskelkrämpfe’‚von einem Gegner getreten werden’.
Die Top-3 der kritischen Situationen während des Bike der Gesamtgruppe sind:‚Probleme mit dem Material’‚Hungerast’‚Reifendefekt’.
Die Top-3 der kritischen Situationen während des Run der Gesamtgruppe sind:‚Muskelkrämpfe’‚Magenkrämpfe’‚Hungerast’.
Literatur: Smolinski, K. (2007). Motivationale Aspekte im Triathlon. Diplomarbeit, FSU JENA, Institut für Sportwissenschaft Jena.





